Bilder zum Hören

Die Südwestdeutsche Philharmonie in der Auentalschule

Erwartungsvoll saßen alle, die zukünftigen Schulanfänger mit ihren Erzieherinnen, alle Auentalschüler bis hin zu den Lehrkräften und Eltern, in der Owinger Sporthalle und warteten gespannt auf die Musik, die die SWD-Philharmonie in diesem Jahr wohl mitgebracht hatte. Da stürzt doch so ein aufgebrachter „Museumsdirektor“ auf die Bühne und hätte fast alle nach Hause geschickt, da all die Bilder, die er zeigen wollte gestohlen seien. Doch zum Glück war da ja das Orchester, bestehend aus einem guten Dutzend Bläsern und einem Kontrabass. Die fingen einfach an zu spielen. Und da kam dem Museumsdirektor die Erinnerung an seine Bilder zurück.

 

Mit dieser genialen Idee führte der Schauspieler und Erzähler Cornelius Nieden in das Werk „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky ein, das dieser zu den inzwischen verschollenen Bildern seines Freundes Viktor Hartmann seinerzeit komponiert hatte. 

Im Laufe des Konzerts entstand durch die Musik ein Bild nach dem anderen vor den imaginären Augen der Zuhörer, die so die tatsächlichen Bilder gar nicht mehr vermissten.

Mit großem schauspielerischem Talent verwandelte sich der Erzähler in einen ungelenken Gnom, ließ den Ochsenkarren dicht vor den Zuhörern im äußersten Fortissimo vorbeifahren, spielte den Streit zwischen dem reichen und dem armen Mann, verkörperte das Geschnatter der Marktfrauen oder fing als Hexe Baba Yaga, sitzend auf ihrem Häuschen auf  Hühnerbeinen, einen nach dem anderen mit dem Lasso ein.

Die Zuhörer von Jung bis Alt lachten herzhaft, gruselten sich vielleicht auch ein wenig oder wurden ganz still als das alte Schloss aus dem Nebel vor ihnen auftauchte. Ob sie wohl auch die kleinen Küken gesehen haben, die zu dem Stück „das Ballett der Küken in ihren Eierschalen“  zwischen Flöte, Oboe, Klarinetten und den Blechbläsern  auf dem Boden hin und her flatterten?

Das Orchester unter der Leitung von Benjamin Lack mit seinem schauspielerischen Musikpädagogen beglückte mal wieder die ganze Schulgemeinschaft mit wunderbarer Musik und aus Tönen gemalten Bildern zu einem einzigartigen Erlebnis. So drückte es auch Schulleiterin Kerstin Pegels in ihrem Dank aus und lud sie schon fürs nächste Jahr in die Auentalschule ein.

Ein weiterer Dank ging an den Förderverein, der für das leibliche Wohl der Musiker sorgte.

--> weitere Bilder

 

Zugriffe: 1897