Singen im Palmenhaus auf der Mainau - mit Meise, Spatz und Rotkehlchen um die Wette

„Klingende Mainau“, diese Veranstaltung, die seit ca. 20 Jahren immer an einem Sonntag  im Sommer auf der Blumeninsel im Bodensee stattfindet, ist vielen Bodenseeanrainern sicher ein Begriff.

In diesem Jahr waren die Auentalspatzen der Owinger Auentalschule unter der Leitung ihrer langjährigen Chorleiterinnen Frau Amrei Mingo und Frau Juliane Kramm eines von 25 Schulensembles, die an idyllischen Plätzen die Blumeninsel Mainau zum Klingen brachten.

Nach der gräflichen Begrüßung durch Graf Christian Bernadotte begann die Begegnung der Schulmusik in diesem Jahr auf der großen Wiese hinter dem Schloss unterm Sonnendach. Mehrere hundert Kinder, alle voneinander sichtbar abgegrenzt durch ihre originellen oder farbenfrohen Chorshirts, sangen gemeinsam zwei abgesprochene Kanons sowie ein schwedisches Lied. Die Zuhörer, die mitgereisten Eltern der kleinen Sängerinnen und Sänger, wurden auch stets mit einbezogen, mussten schnell einstudierte Begleitungen singen oder rhythmisch zum großen Kinderchor klatschen. Für alle Mitwirkenden ein gewaltiges musikalisches Erlebnis.

Nach diesem Einstieg folgten zwei Auftritte der Auentalspatzen über den Tag verteilt.

Im Palmenhaus präsentierten die 45 Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 10 Jahren ihren abwechslungsreichen, anspruchsvollen und heiteren sommerlichen Liederstrauß. In verschiedenen Sprachen, über englisch, französisch, finnisch bis hin zu hebräisch  bewiesen sie Sicherheit in Text, Melodie und Rhythmus.

Die Nationalelf hat es zwar nicht geschafft, aber wir! So kündigte Frau Mingo den Fußballreport, einen Sprechkanon an. Und es fielen Tore!!!

Ein kleines Vögelchen mit enormem Klangvolumen, davon erzählte das Lied „Der Zaunkönig“. Und darum herum zwitscherten allerlei  echte Vögel im Palmenhaus. Eine traumhafte Kulisse.

Mit der Pommesbudenpolonaise endete der Auftritt  der Auentalspatzen, die dieses Lied kraftvoll und mit schalkhaftem Lachen schmetterten, zählt es doch zu den Lieblingsliedern der Kinder. Sicher bot die Mainau genügend Möglichkeiten Hunger und Durst zu stillen, wenn auch nicht „auf die Apfeltasche Maggi aus der Flasche“.

Bei hochsommerlichem Wetter bot der Wasserspielplatz oder auch der ein oder andere Rasensprenger eine wohltuende Erfrischung, vielleicht herbei gesungen vom vierstimmigen Kanon „Wolken voll von Schnee und Wasser“ oder dem Israelischen Wasserschöpftanz „Majim“.

Mit einer botanischen Führung rundeten viele der Familien diesen rundum gelungenen Ausflug ab.

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