Es raunt und webt…

Aufmerksamen Spaziergängern dürfte es nicht entgangen sein, dass sich seit Beginn des Schuljahres im Garten hinter dem Schulhaus fleißige Hände regten. Den brachliegenden Garten wiederzubeleben war das Ziel der neugegründeten Garten-AG der Auentalschule bereits im letzten Herbst. Der völlig verdichtetet Boden wurde durch den Aufbau von Heu- und Mistbeeten für ein neu aufkeimendes Leben im Frühjahr 2020 vorbereitet. Die selbstgezogenen Pflanzen aus bio-dynamischem Saatgut wurden von den Schülern liebevoll betreut und warteten auf die Auspflanzung.

Dann folgte die Zeit der Schulschließung durch Corona. Wieder lag der Garten verwaist, da die AG nicht stattfinden durfte.

 Im September fanden sich neue, begeisterte Junggärtner zusammen um das Werk ihrer Vorgänger fortzusetzen. Die beiden vorhandenen Beete wurden mit Humus aufgefüllt und ein neues rundes Beet angelegt. Bis zum erneuten Eintreten weiterer Maßnahmen verarbeiteten die 20 Kinder aus Klasse 4a/4b der Garten-AG 2m³ Humus. Als die Schüler der Klassen in a und b getrennt unterrichtet werden mussten, arbeitete die eine Gruppe weiter fleißig im Garten und konnte letzte Woche das neue Rundbeet fertigstellen, nicht ohne zuvor in den anderen Beeten weitere Erde aufzufüllen, als Gründüngung Senfsaat einzubringen (die jetzt schon schön aufgegangen ist und dem Boden den erforderlichen Winterschutz bietet) und noch einige Blumenzwiebeln zu stecken. Weitere 2m³ Erde wurden dazu von emsigen Händen mit Eimern, Schaufeln und Schubkarren verteilt.

Die zweite Gruppe war im Werkraum der Schule tätig. Da in diesem Jahr auch nicht das liebgewonnene Adventssingen stattfinden kann, beschlossen wir gemeinsam stattdessen eine andere Art der Einstimmung in die Adventszeit zu erproben. So entstanden in den letzten Wochen 160 kleine Adventswichtel aus Bucheckern, Filz und Perlen. Diese wurden am Montag von den Kindern der Garten-AG in alle Klassen gebracht. Mit weihnachtlichen Tönen von Klangstäben und Klangschalen zogen sie bei Kerzenschein durch jedes Klassenzimmer. Leuchtende Kinderaugen versprachen, dem Wichtel auch zuhause ein eigenes Reich einzurichten, nachdem man erfahren hatte, dass diese Wesen besonders gerne im Moos und unter Wurzeln leben.

Hiermit nochmal ein ganz herzlicher Dank an die Wichtelkinder und die fleißigen Gartenarbeiter: Es war uns eine Freude, mit euch zu arbeiten.

Kirsten Häfner und Corina Siemon

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